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Digitalisierte Personalsuche: Vom physischen Bewerbungsgespräch zum Video-Interview

Digitalisierte Personalsuche

Der Übergang vom klassischen Bewerbungsgespräch zu einem Video-Interview ist alles andere als harmlos, wenn man gewisse Gewohnheiten verinnerlicht hat.

Ein Ritual mit klaren Regeln

Für gewöhnlich treffen sich die Bewerber nach einer telefonischen Vorauswahl-Phase mit den Personalern zu einem physischen Bewerbungsgespräch. Bei diesem Gespräch können sie die Arbeitsstelle kennen lernen und werden womöglich ihren künftigen Kollegen vorgestellt.

Das direkte Aufeinandertreffen ist für die Personalabteilung in gewisser Weise eine „Pflichtveranstaltung“ im Bewerbungsprozess.

In den letzten Jahren – und besonders im Zuge der Corona-Krise – sind die Personalabteilungen jedoch verstärkt dazu übergegangen, bei der Personalauswahl auf Video-Interviews (zeitversetzt oder live) zu setzen.

Unternehmen, die im großen Stil Mitarbeiter einstellen (Zeitarbeitsfirmen, Vertriebsfirmen usw.), gehörten zu den Ersten, die Video-Interviews eingesetzt haben, denn sie haben sehr schnell gemerkt, dass diese Lösung ihnen eine hohe Zeitersparnis bringt.

Dennoch waren und sind nach wie vor zahlreiche Firmen unentschlossen. Ungern möchten sie Bewerber einstellen, ohne sie vorher vor sich gesehen zu haben.

Wie kann man in einem Video-Bewerbungsgespräch die Bedingungen eines Vor-Ort-Bewerbungsgesprächs nachstellen? Wodurch lässt sich der Händedruck ersetzen?

Anhand von Beispielen aus der Praxis möchten wir betrachten, wie der Übergang vom physischen Bewerbungsgespräch zum Video-Interview und somit zu einem Bewerbungsverfahren aus der Distanz erfolgreich gemeistert werden kann.

Der Nutzen einer digitalen Lösung

Das in den 2010er-Jahren aufgekommene zeitversetzte Video-Interview hat schnell eine Schlüsselrolle in jenen Unternehmen übernommen, die gern ihre Kosten für die Personalsuche senken möchten.

Das zeitversetzte Video-Bewerbungsgespräch kann sehr gut das erste Telefon-Interview ersetzen, das sehr zeitraubend ist (4 Minuten Video vs. 20 Minuten Terminvereinbarung + Telefongespräch).

Was ist das zeitversetzte Video-Interview ❔

„Das zeitversetzte Video-Interview wird über eine Webcam zu einem beliebigen Zeitpunkt geführt. Der Kandidat beantwortet in seinem Video eine Reihe Fragen, die das Unternehmen ihm zuvor gestellt hat. Das Unternehmen schaut sich anschließend die Videos an und trifft eine Bewerber-Vorauswahl.“

Die Vorteile für die Kunden:

Das zeitversetzte Video-Interview hilft Personalern in der Phase der Vorauswahl:

✔️    bessere Vorauswahl der Kandidaten vor der ersten Kontaktaufnahme

✔️  Analyse des Verhaltens der Kandidaten (Soft Skills) und erster Eindruck ihrer Persönlichkeit

✔️  Messen der Motivation der Kandidaten (wie viel Aufwand investieren sie in die Aufgabe)

Das zeitversetzte Video-Interview ist ein SaaS-Tool, für das keinerlei Software installiert werden muss. Dennoch ist es notwendig, das Tool in das Personalinformationssystem und in das Applicant Tracking System ATS zu integrieren, damit es seine Leistungsfähigkeit voll entfalten kann.

 

Welche Unterschiede bestehen zum physischen Bewerbungsgespräch vor Ort?

👉    Die Fragen werden vorab festgelegt und kommuniziert, was keinen Raum für Improvisation oder Small Talk lässt, wie es bei einer direkten Kommunikation der Fall ist.

👉     Der Bewerber kann sich vorbereiten und üben, um sich mit dem Tool vertraut zu machen. Er besitzt eine kurze Bedenkzeit (von einigen Sekunden), bevor er auf jede Frage antwortet.

👉    Eine Terminabsprache zwischen Personaler und Bewerber ist nicht nötig. Der Kandidat zeichnet sein Video nach eigenem Belieben und je nach seiner Verfügbarkeit auf (wobei er dennoch eine Deadline von einigen Tagen beachten muss, um sein Video zu posten).

👉   Flexibles Format, das sich gut für Bewerber eignet, die aktuell erwerbstätig sind (und die Aufnahme außerhalb ihrer Arbeitszeiten umsetzen können).

Bewerbungsgespräche per Videokonferenz (Bildtelefonie)

„Das Bewerbungsgespräch per Videokonferenz ist auf dem Vormarsch und ersetzt immer häufiger das erste oder zweite telefonische Bewerbungsgespräch. Mithilfe eines gängigen Videokonferenz-Tools können sich Personaler und Bewerber direkt unterhalten.“

Die Vorteile für die Kunden:

✔️  Die Bewerber müssen keine Anreise auf sich nehmen. Ein Termin lässt sich dadurch viel leichter organisieren.

✔️  Analyse des Verhaltens der Kandidaten (Soft Skills) und erster Eindruck ihrer Persönlichkeit

✔️  Interaktion zwischen dem Lebenslauf des Kandidaten, der auf dem Bildschirm erscheint, und dem Fenster für die Videokonferenz

 

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Welche Unterschiede bestehen zum physischen Bewerbungsgespräch vor Ort?

Das Bewerbungsgespräch über Videokonferenz dauert in der Regel weniger lang als ein Vor-Ort-Bewerbungsgespräch. Die Willkommensphase am Anfang und die Verabschiedung am Ende sind deutlich kürzer und der Personaler konzentriert sich auf einige präzise Fragen.

 

Darauf sollten Sie achten 

Bei einem zeitversetzten Video-Interview und einem Bewerbungsgespräch per Videokonferenz sollten Personaler in jedem Fall einige Punkte beachten.

🔴    Nonverbale Kommunikation

Nonverbales ist per Video nicht so einfach zu erfassen, da der Bildausschnitt der Kamera in der Regel den Gesprächspartner nur ab der Brust aufwärts zeigt. Stress, den Bewerbungssituationen oft auslösen und der sich in Gesten der Hände und der Beine ausdrückt, bleibt somit verborgen.

Dennoch gibt es eine ganze Reihe Elemente, die Personaler beobachten können. Wenn sich der Kandidat kratzt, auf einem Stift herumkaut oder häufig Wasser trinkt, zeigt das sehr deutlich, dass er sich in einer Stresssituation befindet.

🔴  Gestörte Internetverbindung

Ist ein Kandidat bei einem Vor-Ort-Bewerbungsgespräch zum Termin erschienen, kann die Unterhaltung beginnen. Bei einem virtuellen Bewerbungsgespräch ist das nicht der Fall. Manchmal behindert eine schlechte Internetverbindung den ordnungsgemäßen Ablauf des Gesprächs.

Personaler und Bewerber sollten gleichermaßen vor dem Gespräch sicherstellen, dass ihre Technik funktioniert – und die Verbindung testen.

🔴   Das Erscheinungsbild

Bei einem physischen Bewerbungsgespräch vor Ort wird vom Kandidaten erwartet, dass er in einem professionellen Outfit erscheint. Bei einem virtuellen Aufeinandertreffen können etwas lockerere Anstandsregeln gelten. Zwar sind auch hierbei die Kleidung und die Umgebung gute Indikatoren für den Grad der Vorbereitung des Kandidaten, doch sollten sie nicht so streng wie bei einem physischen Termin bewertet werden.

Macht es sich ein Bewerber auf seinem Sofa und im T-Shirt besonders gemütlich (was bei einem Vor-Ort-Bewerbungsgespräch ganz sicher nicht der Fall wäre), muss jedoch die Frage erlaubt sein, ob er die sich bietende Gelegenheit auch wirklich ernst nimmt. Dies kann einen Hinweis auf die Soft Skills geben.

 

Den Wandel begleiten

Zeitversetzte Video-Interviews können nicht nur telefonische Bewerbungsgespräche ersetzen, sondern auch physische vor Ort. Damit der Wandel gelingt, ist es ratsam, dass ein Team eine Reihe Fragen erstellt, die mit dem zu besetzenden Posten in Einklang stehen.

Die Weiterbildung für die Verwendung des Tools für zeitversetzte Video-Interviews übernimmt dann das Team des Customer Success Managers.

 

Ein wachsender Erfolg

Der technische Fortschritt, dazu die Lockdowns und die Notwendigkeit, bei der Personalsuche Kosten zu senken, haben dem Video-Bewerbungsgespräch den Boden bereitet und es zu einer echten Alternative für physische Bewerbungsgespräche vor Ort werden lassen.

Zudem stehen mehr und mehr Unternehmen der Möglichkeit des Home-Office, der Telearbeit zu Hause, offen gegenüber. Das Video-Interview ermöglicht es, Kandidaten anzusprechen, die sich bisher nicht im eigenen Aktionsradius befanden, künftig aber auch aus der Distanz für das Unternehmen tätig werden können.

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Dem Video-Interview gehört ganz klar die Zukunft!