<img height="1" width="1" style="display:none;" alt="" src="https://px.ads.linkedin.com/collect/?pid=3298289&amp;fmt=gif">

Alltägliche Ticks: Sich in Stresssituationen kratzen

Alltägliche Ticks: Sich in Stresssituationen kratzen

Haben Sie dieses Phänomen auch schon beobachtet? Die Person, die Ihnen gegenübersitzt, kratzt sich just in dem Moment, da sie ein heikles oder unangenehmes Thema anspricht.

Sie weisen sie höflich darauf hin. Sie sieht Sie überrascht an und gibt zu, dass sie das unbewusst getan hat.

Lassen Sie uns das einmal etwas genauer betrachten – mithilfe der Analysemethoden der non-verbalen Kommunikation, der Kinesik.

Triftige Gründe

Aus medizinischer und physiologischer Sicht lassen sich vier Gründe identifizieren, wieso wir uns kratzen:

    • Insektenstiche
    • Hautprobleme (Ekzeme, Nesselsucht, Schuppenflechte)
    • Windpocken und ähnliche Krankheiten
    • Allergien

All das kann sehr behindern, betrifft aber zum Glück nur wenige Menschen.

Dennoch ändert das nichts daran, dass sich nicht wenige unserer Mitmenschen häufig kratzen – und zwar vor allem, wenn sie sich in einer Stresssituation befinden.

Schutz gegen negative Emotionen

Ärzte und all jene, die sich mit der menschlichen Psyche auseinandersetzen, kennen dieses Phänomen nur zu gut.

Dank der Arbeit einiger Dermatologen weiß man inzwischen ein bisschen mehr über die Rolle dieses Ticks.

Es scheint, als helfe das Kratzen dabei, die Emotionen zu regulieren oder einfacher Zugang zum eigenen Gedächtnis zu erlangen. Löst ein Ereignis eine negative Emotion aus, dient das Kratzen als eine Art Schutz und macht diese Emotion damit erträglicher.

Der Juckreiz, der das Kratzen auslöst, steht in Verbindung mit der Emotion, die im Körper verspürt wird.

Anatomie des Unwohlseins

Wichtig ist dabei, wo es juckt: In den meisten Fällen verortet sich der Juckreiz im Bereich des Kopfes, vor allem auf dem Schädel oder am Hinterkopf.

  • Hals

Der Hals ist die ultimative Kommunikationszone. Schließlich zirkuliert hier auch unsere Stimme.

Sehen Sie in einem Vorstellungsgespräch, wie sich ein Kandidat am Hals oder Nacken kratzt, sollte dies Ihre Aufmerksamkeit erregen.

  • Geschlossene Augen

Oft kratzen wir uns die (geschlossenen) Augen, wenn wir die Wirklichkeit nicht wahrhaben möchten.

  • Unterarm außen

Das Kratzen an der Außenseite des Unterarms ist oft ein Zeichen für Schutz gegen eine wahrgenommene Aggression.

Kratzt sich ein Bewerber am Hals, am Unterarm oder an den Augen, ist es womöglich lohnenswert, mehr Fragen zu dem Thema zu stellen, um das es ging, als sich der Kandidat gekratzt hat.

New call-to-action

Wer auf diese besonderen Zeichen der Schwäche achtet, kann einen Bewerber besser einschätzen.

Vergessen Sie also nicht: Stellen Sie Fragen, wenn Sie etwas Ungewöhnliches bemerken, vor allem einen Juckreiz!