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Warum ist die emotionelle Intelligenz für Unternehmen unverzichtbar geworden ?

„Jeder ist ein Genie. Aber wenn du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben lang glauben, dass er dumm ist“, hat Albert Einstein Anfang des 20. Jahrhunderts gesagt.

Viele glauben, dass der IQ ein ausreichend gutes Kriterium ist, um die Intelligenz eines Menschen zu bewerten. Dabei erscheint der Intelligenzquotient doch ziemlich restriktiv, wenn man bedenkt, wie viele Fähigkeiten ein Mensch tatsächlich besitzt.

Welche Relevanz hat zum Beispiel, ob eine Kindergärtnerin eine Exponentialgleichung lösen kann?

Die Vorherrschaft des IQ

Bei der Auswahl der Besten für ein Studium wird – Stichwort Numerus clausus – nach wie vor auf faktische Leistungen und somit einen hohen IQ gesetzt. Und die Wirtschaft schaut anschließend bei der Einstellung des Nachwuchses vor allem auf die Noten.

Absolventen der klassischen Studienrichtungen haben zudem einen Vorteil gegenüber jungen Leuten, die sich für ein Orchideenfach entschieden haben.

Doch was wird am Ende aus jenen Kandidaten, deren Abschlussnote nicht herausragend ist oder die bereits mit dem Schulsystem ihre liebe Mühe hatten? Wird es ihnen unmöglich sein, höheren Studien zu folgen, weil ihre intellektuellen Fähigkeiten dafür nicht auszureichen scheinen?

Ist ihr IQ wirklich schwach oder ist ihre Intelligenz vielmehr anderer Natur und lässt sich mit den klassischen Bewertungsmethoden nicht einordnen?

Bleiben sie deshalb bei der Personalauswahl am Ende außen vor?

Dies ist offenbar tatsächlich der Fall.

Die Unternehmen scheinen in der Tat noch immer nicht in der Lage zu sein, auf eine gerechte Art und Weise andere Formen von Intelligenz zu bewerten – und dabei vor allem die emotionale Intelligenz.

 

Was ist die emotionale Intelligenz?

Unter emotionaler Intelligenz versteht man die Fähigkeit, Emotionen wahrzunehmen, zu kontrollieren und zu bewerten und zu einem komplexen zwischenmenschlichen Austausch in der Lage zu sein.

In seinem 1995 erschienenen Werk „Emotionale Intelligenz“ schlägt Daniel Goleman ein Modell vor, das die emotionale Intelligenz auf 5 Pfeiler stellt:

Die persönlichen Kompetenzen:

    •  Die emotionale Selbstwahrnehmung ist die Fähigkeit, sich seines inneren Ichs bewusst zu werden. Auf seine Stimmungen und seine Gedanken zu hören erlaubt es, sich selbst besser zu kennen.
    •  Die emotionale Selbstregulation ist die Fähigkeit, seine Emotionen an jede Situation anzupassen, sie zu beherrschen und nicht abzustreiten. Diese Fähigkeit basiert auf Beobachtung, Zuhören und Verstehen. Im Beruf ist eine gute Selbstbeherrschung die Grundlage, um neuen und abweichenden Ideen und Informationen gegenüber offen zu sein.
    •  Die Fähigkeit zur Selbstmotivation ist die Gesamtheit der emotionalen Fähigkeiten, die es erlaubt, trotz Hindernissen ein Ziel zu erreichen. Diese Fähigkeit ist im Projektmanagement oder etwa bei der Gründung eines Unternehmens hilfreich.

 

Die sozialen Kompetenzen:

    •  Durch Empathie können wir eine Situation mit den Augen eines anderen betrachten. Dahinter steckt die Fähigkeit, Gefühle, Sorgen und Bedürfnisse anderer Menschen zu entschlüsseln. Die Empathie erlaubt es uns, zu anderen Personen harmonische Beziehungen zu unterhalten.
    •  Die sozialen Kompetenzen umfassen die Gesamtheit der Eigenschaften, die in einem Zusammenhang zu unserer Art zu kommunizieren stehen. Gute Kommunikatoren in Unternehmen inspirieren andere und können Teams anleiten.

 

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Die emotionale Intelligenz befördert die Leistungsfähigkeit

Daniel Goleman zeigt auf, wie wichtig dieses 5 Bausteine der emotionalen Intelligenz in Unternehmen sind. Durch sie kann sich ein Mitarbeiter besser in eine Gruppe anpassen, in diese integrieren und mit ihr kommunizieren (selbst dann, wenn er im Home Office arbeitet).

Der Forscher hat in einer Studie in 200 amerikanischen Unternehmen untersucht, wie sich die Leistung in den Firmen in Abhängigkeit von der emotionalen Intelligenz verändert. Dabei hat er festgestellt, dass 60 % der Leistung in einem direkten Zusammenhang mit den emotionalen Kompetenzen der Mitarbeiter stehen.

Umgekehrt fand er heraus, dass nur 20 % der schwächsten Performer eine hohe emotionale Intelligenz aufwiesen.

Seit den 90er-Jahren sind weitere Studien zu diesem Thema hinzugekommen und bestätigen die Ergebnisse.

 

Der beste Verbündete, um sich anzupassen

In einer 2019 durchgeführten Untersuchung von Capgemini zur Bedeutung emotionaler Kompetenzen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz wurde beobachtet, dass die schnelle Entwicklung der Berufswelt und die Unmöglichkeit, einige Aufgaben zu automatisieren, die emotionale Intelligenz unerlässlich machen. Die 750 in dieser Studie befragten Manager sagen voraus, dass sich die Nachfrage nach emotionalen Kompetenzen in den nächsten 5 Jahren um den Faktor 6 erhöhen wird.

Während also die künstliche Intelligenz weiter zunimmt und die Art der Kompetenzen neu definiert, nach denen Unternehmen Ausschau halten, ist es an den Menschen, sich anzupassen und schnell zu lernen.

Es wäre wohl an der Zeit, dass Personaler ein größeres Interesse an einer emotionalen Intelligenz der Bewerber zeigen und nicht nur nach reinen Kompetenzen suchen. Wie es scheint, ist emotionale Intelligenz ein guter Indikator, um den künftigen Erfolg eines Kandidaten vorherzusagen.

Die Publicis-Gruppe hat zum Beispiel diese Elemente in ihre Auswahlkriterien integriert. Für die nach eigenen Angaben drittgrößte Kommunikationsagentur der Welt spielt die Art, wie ein Bewerber in Stresssituationen reagiert und sich auf Veränderungen anpasst, eine genauso wichtige Rolle wie seine faktischen Kompetenzen.

Example Publici Groupe Talent Equation

Die Gruppe hält nach Talenten Ausschau, die in allen drei Intelligenzfeldern brillieren: klassischer Intelligenz, technischer Intelligenz und emotionaler Intelligenz.

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Und wie messen Sie die emotionale Intelligenz Ihrer Kandidaten?