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Auf Digitalisierung setzen, um Recruiter:innen zu motivieren und zu binden

Im Zuge der Digitalisierung ist viel von der Candidate Experience die Rede. Doch von der Geschäftsführung über die Mitarbeitenden bis hin zu den Recruiter:innen sind alle Akteure eines Unternehmens ebenfalls zu Akteuren der Digitalisierung geworden.

Der Einsatz neuer, digitaler Tools ist heute Standard, um auf einem angespannten Arbeitsmarkt neue Mitarbeitende zu finden, Kandidat:innen von einer Stelle zu begeistern, sie einzustellen und ans Unternehmen zu binden. Doch was passiert dabei mit den Recruiter:innen? Wie erleben sie, die ebenso Angestellte sind wie alle anderen, die Digitalisierung ihres Jobs?

Auch die Recruiter:innen müssen an das Unternehmen gebunden werden. Welche Mittel können eingesetzt werden, um das Leben der Recruiter:innen zu erleichtern? Um Fragen wie diese geht es in diesem Artikel.

Kommt die “Great Resignation” der Recruiter:innen nach Europa?

Seit Monaten kommt es in den USA zu einem echten Phänomen: der „Great Resignation“ bzw. dem „Big Quit“. Betroffen sind alle Berufsgruppen. Was passiert? Massenweise kündigen Angestellte ihren Job, um ihrem Leben mehr Sinn zu geben. Beim Lesen der Zahlen läuft es einem kalt den Rücken herunter: Mehr als 4 Millionen Kündigungen wurden seit Mitte 2021 in den USA registriert – jeden Monat. In Europa beobachtet man die Entwicklung mit einiger Sorge und stellt sich die Frage, ob so eine Kündigungswelle auch diesseits des Atlantiks möglich ist. Wenn man sich vor Augen führt, dass fast 9 von 10 Unternehmen Schwierigkeiten haben, neue Mitarbeitende zu finden, fällt es schwer, Optimismus zu verbreiten. Die Frage, wie Unternehmen die Candidate Experience verbessern und sich so im Kampf um die besten Talente stark positionieren können, rückt verstärkt in den Fokus.

Recruiter:innen sind genauso Angestellte wie alle anderen

Zufriedene und motivierte Recruiter:innen sind dafür die Grundvoraussetzung. In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld muss das Recruiting besonders leistungsstark sein – und zwar in mehreren Punkten: Effizienz, Schnelligkeit, Conversions. Und wenn dann zum Fachkräftemangel auch noch gestiegene Erwartungen der Kandidat:innen hinzukommen, genügt eine nur gute Performance nicht mehr. Es braucht eine Hyper-Performance. Die Recruiter benötigen mehr denn je jede Unterstützung. Sie sind die Botschafter des Unternehmens, die die Kandidat:innen zuerst sehen, so etwas wie die Fahnenträger der Arbeitgebermarke.

Vor allen anderen Dingen sind die Recruiter:innen zunächst aber ebenfalls Angestellte, die nach Zufriedenheit im Job suchen und ihren Teil zum Erfolg beitragen möchten. Sie möchten sich weiterentwickeln, suchen nach Anerkennung und Wertschätzung. Wie jeder Mitarbeitende möchten auch sie Spaß an ihrer Arbeit haben, um so das Optimum aus sich herausholen zu können. Dazu müssen sie sich im Unternehmen wohlfühlen. Laut einer Aptitude-Research-Studie plant jedoch ein Drittel der US-amerikanischen Recruiter:innen 2022 zu kündigen. Wobei die Hälfte von ihnen bleiben würde, wenn sie leistungsstarke Technologien zur Verfügung hätten, um ihre Arbeit gut machen zu können.

Um sich wohl zu fühlen bedarf es mehrerer Elemente – unter anderem einer guten Ausstattung, die die Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit ist. Genau an dieser Stelle kommt die Digitalisierung ins Spiel.

Heißt die Lösung „all digital“?

Um Recruiter:innen an das Unternehmen zu binden, könnten digitale Lösungen eine entscheidende Rolle spielen. Dazu zählen Collaboration-Tools, KI-Software, die sozialen Medien, mobile Anwendungen usw. Diese Instrumente können dabei helfen, das Leben der Recruiter:innen zu erleichtern und so ihren Arbeitsalltag zu verbessern.

Weniger überlastete Recruiter:innen können ihre Energie in die Auswahl der richtigen Kandidat:innen stecken, die Reaktivität verbessern und so die Performance steigern. Zu komplexe Auswahlprozesse haben einen negativen Einfluss auf das Recruiting – und zur Folge, dass Kandidat:innen genau wie Recruiter:innen schnell die Lust verlieren können. Digitalisierung und Automatisierung vereinfachen die Prozesse. Aus einem überaus komplexen wird ein zentralisierter Berufsalltag, der einfacher zu managen ist.

In einem digitalisierten Umfeld fällt es Recruiter:innen zudem auch leichter, die Bedürfnisse der Hiring Manager und die Erwartungen der Kandidat:innen zu verstehen. Mithilfe digitaler Daten lassen sich die Leistungsstärke des Bewerbungsprozesses messen, Gründe für Verzögerungen oder Fehlschläge erkennen und so Veränderungen in Echtzeit vornehmen.

Einher geht die Digitalisierung zudem seit einiger Zeit mit einer rasanten Ausbreitung von Remote Work, also der Arbeit im Home Office – und zwar unabhängig von der Größe des Unternehmens. Neue Gepflogenheiten sind daraus entstanden, und trotz der Entfernung zwischen Mitarbeitenden und Unternehmen haben sich neue Verbindungen gebildet. Die Fragen, die sich daraus ergeben: Welchen Ausstattungsgrad erfordert dies von Recruiter:innen? Und inwiefern sind Rekrutierungsprozesse 100 % digital umsetzbar?

Die Digitalisierung im Recruiting: eine Bestandsaufnahme

Digitalisieren für mehr Leistung

Die Digitalisierung verändert den Bewerbungsprozess: Er wird schneller, effizienter und kollaborativer. Recruiter:innen haben von Haus aus mit verschiedenen Tools zu tun – was die Komplexität ihres Berufs und der Prozesse ausmacht. Einige dieser Tools managen zum Beispiel zentralisiert die Karriereseite, ein ATS (Applicant Tracking System), das Onboarding usw. Andere übernehmen nur Teilaufgaben. Damit die Digitalisierung ihren Beitrag zum Wohle der Recruiter:innen leisten und ihn optimal bei seiner Arbeit unterstützen kann, sollte jedoch ein zentralisierter Ansatz verfolgt werden.

Der digitale Wandel der Personalbeschaffung bringt zahlreiche Vorteile mit sich:

  • Schnellere Prozesse
  • Autonomere Kandidat:innen
  • Geringere Kosten für das Unternehmen
  • Vereinfachter Alltag für Recruiter:innen 
  • Bessere Zusammenarbeit im Unternehmen

Doch wie zeigt sich diese Digitalisierung in der Organisation und in den Recruiting-Abteilungen?

 

Digitalisieren für mehr Menschlichkeit

Wer die Candidate Experience betrachtet, sollte auch die Wahrnehmung der Recruiter:innen nicht außer Acht lassen. Haben sie das Gefühl, dass ihr Arbeitsalltag kein Ende nehmen will, bedeutet das, dass sie nicht die richtigen Tools an der Hand haben, dass die Prozesse falsch ablaufen und dass die Performance zu schwach ist. Die Folge: Die Motivation sinkt. 

Die Digitalisierung – das haben wir in diesem Beitrag mehrfach betont – soll den Arbeitsalltag der Recruiter:innen vereinfachen. Ziel Nummer 1: Die Performance soll erhöht werden. Ziel Nummer 2: Die Arbeit soll so gestaltet werden, dass sie erfüllend ist und der Recruiter Lust hat zu bleiben. Fühlt er sich nützlich und effizient in seiner Arbeit, kommt er gar nicht auf den Gedanken, dass es woanders schöner sein könnte. 

Die Bewerbenden erwarten von den Recruiter:innen, dass sie respektvoll und individuell, also personalisiert behandelt werden. Haben Recruiter:innen nicht genug Zeit, um ihre Aufgaben korrekt zu erfüllen, spüren das die Kandidat:innen.

Wie lässt sich die Optimierung des Bewerbungsprozesses noch weitertreiben?

 

Aufgaben mit einem geringen Zusatznutzen automatisieren

Das Ziel ist nicht, die Menschen aus den Prozessen zu entfernen. Vielmehr geht es darum, die Digitalisierung zielgerichtet und sinnvoll einzusetzen. Je intuitiver die Lösung, desto leistungsstärker das Recruiting. Zu den Aufgaben, die sich problemlos automatisieren lassen, gehören vor allem die Vorauswahl der Lebensläufe (83 % der Unternehmen nutzen bereits Software für diesen Arbeitsschritt), die Mehrfach-Veröffentlichung von Stellenausschreibungen (79 % der Unternehmen nutzen bereits Software, um Stellenangebote zu verteilen) und die Planung der Bewerbungsgespräche.

 

Prozesse vereinfachen

Indem die Anzahl der Aufgaben, die Recruiter:innen erledigen müssen, verringert wird, gewinnt dieser an Zeit. Der Bewerbungsprozess wird also optimiert. Mithilfe digitaler Anwendungen lassen sich dabei sehr viele Prozesse vereinfachen, angefangen vom Bewerbungsmanagement über die Kommunikation mit den Kandidat:innen, die Bewerbungsgespräche, das Management des Talentpools bis hin zu Karriereseite.

 

Abläufe anhand von Daten optimieren

Die Digitalisierung gibt den Zugriff auf kostbare Daten frei, dank derer sich KPI erstellen lassen, um das Leistungsniveau verschiedener Indikatoren zu ermitteln. Zu diesen zählen etwa die Time-to-hire, das Tracking, die Conversion Rate etc. Anhand all dieser Daten lässt sich die Performance des Recruitings besser steuern.

 

Barrieren zwischen den Akteuren abbauen

Und schließlich dient die Digitalisierung auch dazu, Barrieren abzubauen – genauer: Barrieren zwischen den Akteuren, die am Bewerbungsprozess beteiligt sind: die Hiring Manager, die HR-Teams, die Mitarbeitenden, die Kandidat:innen. Beispiele hierfür finden sich im Bereich der Empfehlungsprogramme, der Pflege des Talentpools und der Messung der Zufriedenheit der Bewerbenden.

Digitale Recruiting-Tools dienen nicht allein dazu, die Candidate Experience zu verbessern. Auch auf die Arbeit der Recruiter:innen haben sie direkte Auswirkungen, indem sie diese vereinfachen und zentralisieren. So können Tools den Recruiter:innen zeitraubende Aufgaben abnehmen, damit sie sich auf Dinge konzentrieren können, die einen stärkeren Beitrag zum Erfolg leisten, etwa die Evaluierung, das Closing und die Pflege des Talentpools. Digitalisieren heißt vereinfachen – und dient zugleich auch der Bindung von Recruiter:innen, denen ein zunehmend schwieriger Arbeitsmarkt mehr und mehr zusetzt.

 

Setzen Sie sich gern mit uns in Verbindung, um mehr über unsere digitalen Lösungen zu erfahren.